|
2001-2002
Entwicklung und Grundprinzip:
Ich
wollte ein Tramgleis mit Tramgleisgeometrien, engen Radien und
verschiedenen Oberflächenstrukturen realisieren. Ebenso war es
meine Absicht, bestehende Schwellengleise nachrüsten, um in
bestehenden Anlagen die Möglichkeit zu schaffen, eine Ähnlichkeit
einer Strassenbahn nachzugestalten oder für Hafen-/ Industrie- und
grossen Bahnhofareale Bodenflächen zu schaffen. Schlussendlich
sollte auch die Strasse und alles was dazu gehörte ihrem Platz
finden.
Recherchen
Ich
besorgte Kataloge der bekanntesten Gleishersteller in H0, H0m und
TT, kaufte Gleismaterial und überprüfte Profilhöhe, Schwellenhöhe
und Abstände zwischen den ausgestalteten Schienennägeln der
Profilbefestigung. Weichen und Kreuzungen nahm ich ebenso unter die
Lupe und stellte fest, dass auch diese viel zu gross waren und dass
eine Tramgleisgeometrie damit nicht zu realisieren war.
Bücher
und Städte
Um
mich mit Tramgleisgeometrien vertraut zu machen, wälzte ich Bücher,
Fach-zeitschriften und besuchte zahlreiche Städte in der Schweiz
und im Ausland mit Strassenbahnen. Zudem erhob ich Gleispläne der
Stadt Zürich, um mir ein Bild (von oben) zu machen.
Konstruktion
Ich
beschloss nun den Radius R 250mm als Grundmass meines Tramgleises
festzuhalten. Das Grundmass R 250mm mit einem Bogen von 25° ergibt
eine Schenkellänge von rund 105,6mm. Daraus ergibt sich der
Innenradius mit R 203.2 mm und. den Parallelabstand von 46.8mm.
Die
Glesigeometrien waren gefunden und nun suchte ich nach einer Lösung,
Bodenflächen auswechselbar zu machen. Vom Druckknopf über den
Schwalben-schwanz führte es mich zum Minigripp. Es war klickbar,
schiebbar und dennoch eine feste Verbindung. Ein Tipp und klick!
Der
nächste Schritt war H0 und H0m/TT und H0e unter einen Hut zu
bringen. Die Grundplatte sollte gleich gross bleiben nur die
Spurbreite müsste sich ändern. Dies gelang mir mit einer
Bodenplattenbreite von 22mm.
Die
Suche nach einem Gleisprofil begann. Sollte ich auf Rillengleis
einsteigen. Nein, viel zu kompliziert und die bestehenden Profile
waren zu niedrig in der Rillentiefe, was ein Problem mit den Spurkränzen
verursacht.
Durch
einen Zufall führte mich das Studium des, Tillig-Kataloges auf das
Standardgleis. Zuerst war ich über das Hohlprofil erstaunt und dann
war es die zündende Idee. Einfach in der Montage, einfach zum
zusammenstecken und keine Probleme mit den Spurkränzen. Zudem
gefiel mir das Gleis von oben sehr gut. Mehr als eine metallische
Schienenoberfläche bleibt nach der Einbettung nicht mehr sichtbar.
Patentamt
Es
konnte kein System recherchiert werden, welche eine Nachrüstung von
Schwellengleisen, Strassenbahn und Strassen auf eine Ebene gebracht
hätte. Am 6.11.2001 meldete ich das Bodenflächensystem in der
Schweiz zum Patent an.
Hersteller
Recherchen
abgeschlossen, Patentanmeldung in der Tasche, Konstruktionsentwürfe
und Handmuster zusammengestellt, suchte ich an der Nürnberger Messe
2002 den Stand der Firma Tillig Modellbahnen GmbH & Co.KG in (D)
01855 Sebnitz auf. In dieser Firma fand ich einen kompetenten
Fabrikationsbetrieb mit Gleisbauerfahrung und Initiative zu Neuem.
Die Idee von mir und das Hohlprofil von Tillig führte zur
Projektentwicklung und zum Endprodukt: Luna Tramgleis- und Bodenflächensystem.
Projekt
Seit
der ersten Kontaktaufnahme mit der Firma Tillig, zeichnete ich die
Grafiken für das ganze Gleissortiment, entwickelte das Logo und wählte
den Namen. Ebenso kreierte ich den Prospekt, die Warenbeipackzettel
und die Verpackung. Schlussendlich wurden die Preise festgelegt.
Luna
Tramgleis-Bodenflächensystem
Das Tramgleis
ist nicht in Einzelteilen, analog der Schwellengleise erhältlich.
Es sind Sortimente, welche aus mehreren Elementen, Gleisgrundplatte,
Haltern und Boden-flächen, zusammengestellt werden. Zudem können
drei Oberflächenstrukturen, Asphalt/Beton, Plastersteine oder Gras,
ausgewählt werden. Die einsetzbaren geraden Bodenflächen sind in
den Längen 105,6 mm, 211.2 mm und 316,8 mm und die gebogenen
Bodenflächen im Winkel von 45° erhältlich. Die gerade Bodenfläche
von 316,8 mm überdeckt 3 gerade Grundplatten und die gebogene
Bodenfläche überdeckt 1x25°, 1x15° und 1x5° Bogengrundplatte.
Die
Weichen und Kreuzungen sind zwischen den Gleisprofilen mit der gewünschten
Bodenfläche ausgebildet.
Die
Weiche ist ein kleines Wunderwerk. Seine feine Mechanik macht es möglich
die Weiche mechanisch oder mit einem handelsüblichen
Unterflurantrieb in 2 Positionen zu stellen oder durch das Einrasten
einer kleinen Feder in der gewünschten Position als Federweiche zu
betreiben.
Das Bodenflächensystem
eignet sich zur Ausgestalltung von bestehenden geraden
Schwellengleisen. Die Halter, welche zwischen die Schwellen
eingeklebt werden und die dazu gehörenden geraden Bodenflächen
macht ein eingipsen von Schwellen-gleisen nicht mehr notwendig. Die
Eisenbahnfreunde können ihre Hafen-/Industrie-anlagen, grosse
Bahnhofsareale oder Bahnsteige, Bahnübergänge und vieles mehr mit
Bodenflächen auf eine Ebene bringen.
Zukunft
Das
Sortiment bietet auch in Zukunft noch weitere Einsatzgebiete. Die
Grundelemte bleiben untereinander kompatibel.
Tramstrecken
aus verschiednen Städten können sehr authentisch nachgebaut
werden. Modellbauer die Eigeninitiative entwickeln werden fasziniert
sein.
Weiters
wird noch nicht verraten.
Herstellerfirma
In
der Firma Tillig Modellbahnen GmbH & Co.KG in (D) 01855 Sebnitz
fand ich einen kompetenten Fabrikationsbetrieb mit Gleisbauerfahrung
und Initiative zu Neuem. Die Zusammenarbeit mit der Geschäftsleitung,
den Technikern und der grafischen Abteilung war der richtige
Entscheid und führten uns zum Endprodukt Luna Tramgleis und Bodenflächensystem.
|